Feierliche Verlegung von Stolpersteinen für Familie Hattendorf Eintritt frei
Am Montag, den 9. Februar, um 9.00 Uhr verlegt der Künstler Gunter Demnig die ersten Stolperteine in Rastede. Diese werden vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Schloßstraße 16 an Karl, Klara, Selma und Hinrich Hattendorf erinnern.
Ab 1933 wurde die jüdische Familie Hattendorf in Rastede schickaniert und verfolgt. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurde Karl Hattendorf verhaftet und für ca. zwei Wochen im KZ Sachsenhausen interniert. Die ganze Familie wurde im Frühjahr 1940 aus Rastede vertrieben. Karl und Klara Hattendorf mussten in ein „Judenhaus“ in Hamburg ziehen. 1942 wurden sie ins KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Ihre Selma Hattendorf kam 1944 in ein Arbeitslager in Kassel. Selmas Sohn Hinrich musste ins Heim. Beide überlebten den NS-Terror.
Der Verein Stolpersteine Rastede e.V. lädt herzlich zur feierlichen Stolpersteinverlegung ein. Zu Beginn der Veranstaltung wird über das Schicksal der Familie Hattendorf berichtet. Anschließend begleiten die Teilnehmer*innen die Verlegung der Stolpersteine in stillem Gedenken. Die Veranstaltung endet gegen 10 Uhr.